Die Förderung

 

Im Regionalen Entwicklungskonzept sind 36 Leitprojekte formuliert, die innerhalb der Förderperiode umgesetzt werden können. Sie sind den folgenden vier Handlungsfeldern zugeordnet: 

Handlungsfeld 1: Landwirtschaft - Rohstoffe - Energie

Handlungsfeld 2: Siedlung - Landeskultur

Handlungsfeld 3: Lebens"Mittel" Wasser

Handlungsfeld 4: Wirtschaft im Ländlichen Raum

Grundsätzlich müssen alle Projekte mit dem im REK formulierten Leitbild und der Entwicklungsstrategie vereinbar sein. Darüber hinaus gibt es weitere Kriterien, die bei der Projektentwicklung berücksichtigt werden müssen:

Förderkriterien:

  • LEADER ist ein nachrangiges Förderprogramm, d.h. es kann dann eingesetzt werden, wenn keine andere Fördermöglichkeit greift.
  • Über LEADER werden 50% der Nettokosten gefördert. Weitere 50% müssen über Eigenmittel aufgebracht werden (Bei wirtschaftlich orientierten Maßnahmen beträgt die Förderung 25%, die Eigenmittel betragen 75%).
  • Die Maßnahme muss innerhalb der Gebietskulisse der LAG Main4Eck ausgeführt werden. Kooperationsprojekte mit benachbarten LEADER-Regionen sind möglich.

Weitere Hinweise können Sie der Förderrichtlinie des StMELF (Bayerisches Stattsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten) entnehmen.


Die fünf Schritte zur LEADER-Förderung

 

1. Schritt: Projektidee

Sie haben eine Idee für ein Projekt, das die oben genannten Voraussetzungen erfüllt, wissen aber nicht, wie Sie es um,setzen können? Dann wenden Sie sich an die LAG-Geschäftsstelle. Wir helfen Ihnen bei Fragen rund um die Förderwürdigkeit und die Umsetzungschancen Ihrer Projektideen gerne weiter. Sie können uns über das Kontaktformular, per E-Mail oder telefonisch Ihre Projektidee gerne mitteilen.

Möchten Sie sich vor der ersten Kontaktaufnahme gerne selber über die verschiedenen Fördermöglichkeiten erkundigen, dann besuchen Sie folgende Internetseiten:

Die zentrale Datenbank des Bundes: www.foerderdatenbank.de

Die Broschüre des Freistaats Bayern zur EU-Förderung zum Download unter

www.eu-foerderung.bayern.de

 

2. Schritt: Projektbewertung durch das LAG-Management

Haben Sie sich nach der Beratung dazu entschlossen, das Projekt zu verwirklichen, geht es nun an die Bewertung der Idee seitens der LAG-Geschäftsstelle. Grundsätzlich muss das Projekt in unser Leitbild und unser REK passen. Themenfelder, die dort nicht enthalten sind, bedürfen einer weitergehenden Prüfung.

Um als förderwürdig zu gelten, muss das zu realisierende Projekt vollständig im LAG-Gebiet liegen (Ausnahmen können bei einer überregionalen Bedeutung des Projektes gemacht werden). Es gibt aber noch eine Vielzahl weiterer Pflicht- bzw. Regional-Kriterien, die erfüllt sein müssen um einen Förderantrag stellen zu können:

 

  • Besondere Bedeutung und nachvollziehbarer Nutzen für das LAG-Gebiet

Das Projekt entfaltet seine Wirkung im LAG-Gebiet und trägt zur Stärkung und zur Entwicklung der Region bei.

 

  • Bottom up-Ansatz / Einbindung der Bevölkerung über die LAG

Die Bevölkerung spielt bei der LEADER-Förderung eine zentrale Rolle. Die Projektideen müssen von der Bevölkerung mitgetragen werden. Ein Nutzungskonzept und die aktive Beteiligung der Bevölkerung an der Projektentstehung tragen zu einer breiten Akzeptanz und Weiterführung des Konzeptes bei.

 

  • Beitrag zur Umsetzung der integrierten regionalen Entwicklungsstrategie der LAG

 Das Projekt leistet einen Beitrag zur Umsetzung der LAG-Ziele bei.

 

  • Positiver oder neutraler Beitrag zur Nachhaltigkeit 

Ökologie: Das Projekt hat einen positiven Effekt auf die Sicherung der natürlichen Ressourcen bzw. wirkt sich nicht negativ auf diese aus.

Ökonomie: Das Projekt trägt zur Steigerung der regionalen Wettbewerbsfähigkeit oder zur Steigerung der regionalen Wertschöpfung bei, bzw. wirkt diesen nicht entgegen.

Soziales: Das Projekt bindet die Bevölkerung aktiv in den Entwicklungsprozess der LAG ein bzw. integriert benachteiligte Bevölkerungsgruppen.

 

  • Projektschritte, Trägerschaft und Finanzierung sind klar dargelegt

 

  • Das Projekt ist beispielgebend für die LAG (Modellcharakter)

Lässt sich das Projekt auf ähnliche Problemstellungen übertragen?

Fördert das Projekt den Wissenstransfer im LAG-Gebiet hinsichtlich des speziellen Projektthemas?

 

  • Das Projekt verfolgt einen für die LAG innovativen Ansatz

Zeigt das Projekt neue, ungewöhnliche Lösungswege auf?

Lässt das Projekt neue Methoden / Strukturen entstehen?

 

  • Das Projekt fördert die regionale und/oder überregionale Vernetzung

Fördert das Projekt den Informationsaustausch innerhalb der LAG / mit anderen Regionen bzw. Akteuren?

Stärkt das Projekt bestehende Kooperationen bzw. lässt es innerhalb der LAG / mit anderen Regionen neue Kooperationen entstehen?

 

  • Das Projekt stärkt die regionale Identität
Stärkt das Projekt das Bewusstsein der Bevölkerung für die Besonderheiten der LAG?

Stärkt das Projekt das Zugehörigkeitsgefühl / Identifikation der Bevölkerung?

 

  • Das Projekt hat einen Mehrfachnutzen in Bezug auf die Ziele der LAG

Erzeugt das Projekt übergreifende Synergieeffekte?

 

  • Das Projekt leistet einen positiven Beitrag zur regionalen Wertschöpfung

Stärkt das Projekt regionale Wertschöpfungsketten bzw. –kreisläufe?

Trägt das Projekt zum Erhalt bzw. zur Schaffung von Arbeitsplätzen in der LAG bei?

Sensibilisiert das Projekt die Bevölkerung für Produkte aus der Region?

Stärkt das Projekt die Vermarktung regionaler Produkte?
 
  • Das Projekt stärkt die Alleinstellungsmerkmale der LAG

Hebt das Projekt die regionalen Besonderheiten / Eigenheiten / Qualitäten der LAG hervor?

Stärkt das Projekt das Profil der LAG?

 

3. Schritt: Projektauswahl durch den Steuerkreis

Sind alle Kriterien erfüllt und wurde die Förderwürdigkeit festgestellt, wird die Projektidee in den regelmäßig stattfindenen Steuerkreissitzungen vorgestellt. Der Steuerkreis beschließt nun über die Summe der Förderung und die Umsetzung des Projektes. Bei einer positiven Beschlussfassung geht es nun weiter mit dem nächsten Schritt. Fällt die Beschlussfassung hingegen negativ aus, so können die Anmerkungen und Änderungswünsche in das Projekt eingearbeitet werden und zu einem erneuten Beschluss vorgelegt werden.

4. Schritt: Projektförderung durch LEADER in ELER

Zusammen mit dem LAG-Management werden die für den Förderantrag erforderlichen Unterlagen zusammengestellt und anschließend an das Amt für Landwirtschaft, Forst und Ernährung in Bad Neustadt geschickt. Dort wird die Förderwürdigkeit und Förderfähigkeit erneut geprüft. Fällt das Ergebnis positiv aus, so bekommen Sie einen Förderbescheid zugeschickt, in dem die genauen Zahlen für die Förderung (i.d.R. 50% der Nettosumme) Ihres Projektes enthalten sind.

Die Unterlagen zum Download finden Sie hier

5. Schritt: Projektumsetzung

 

Nach Erhalt des Förderbescheides können Sie mit der Umsetzung Ihrer Projektidee beginnen!

 

 

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