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11.03.2026
Beim jährlichen Netzwerktreffen der digitalen Wissensplattform fabuly sind etwa 40 Teilnehmende aus Kommunen, Zivilgesellschaft, Bildung sowie Kunst und Kultur in Hobbach zusammengekommen, um sich über Initiativen und Kooperationen am Bayerischen Untermain auszutauschen.
Inhaltlicher Schwerpunkt des Treffens waren regionale Lebensmittel. Renate Bleistein, Diplom-Ökotrophologin, Ernährungsberaterin und Referentin beim Verbraucherservice Bayern, gab einen Impulsvortrag zum Thema. Im Anschluss wurden verschiedene Produkte des Bayerischen Untermains – zusammengestellt und präsentiert von Kreisbäuerin Diana Reinhart – verkostet.
Aber was bedeutet „regional“ eigentlich? Der Begriff ist rechtlich nicht geschützt und auch nicht eindeutig definiert. Auch Bezeichnungen wie „Heimat“ oder „nah“ haben zunächst keine verlässliche Aussagekraft über die tatsächliche Herkunft eines Produkts.
Eine stärkere Nahversorgung mit Grundnahrungsmitteln aus dem eigenen Landkreis oder zumindest einem Umkreis von bis zu 100 Kilometern könnte jedoch zur Einsparung erheblicher Mengen Kohlenstoffdioxid (CO₂) beitragen und gleichzeitig die heimische Landwirtschaft stärken. Wer zusätzlich saisonale Lebensmittel wählt, entscheidet sich für Produkte, die reifer geerntet werden können, dadurch meist besser schmecken und frischer in den Handel gelangen. Rind- und Kalbfleisch, Milchprodukte, Käse, Getreide und Kartoffeln werden in Bayern in ausreichenden Mengen produziert, um den Eigenbedarf zu decken und Produkte zu exportieren. Der Selbstversorgergrad bei pflanzlichen Lebensmitteln liegt jedoch deutlich niedriger – bei Obst bei rund sechs Prozent, bei Gemüse bei etwa 37 Prozent.
Für eine gesunde Ernährung braucht es keine exotischen Lebensmittel. Sogenannte Superfoods wie Chiasamen oder Gojibeeren werden häufig wegen ihrer hohen Nährstoffdichte beworben. Aber auch der Begriff „Superfood“ ist nicht eindeutig definiert. Viele der als Superfood beworbenen Produkte sind nicht frisch verfügbar und teilweise sogar stark schadstoffbelastet. Gleichzeitig gibt es zahlreiche heimische Lebensmittel, die für eine ausgewogene Ernährung ähnlich wertvoll sind, jedoch deutlich weniger Aufmerksamkeit erhalten.
Am Ende entscheiden die Verbraucherinnen und Verbraucher mit ihrem Einkaufsverhalten. Unter www.fabuly.de finden Interessierte eine Übersicht über Hofläden und Wochenmärkte in der Region. fabuly ist eine kosten- und werbefreie digitale Plattform für den Bayerischen Untermain, die Projekte und Orte aus den Bereichen Bildung, Freizeit und Nachhaltigkeit sichtbar macht. Sie wird durch das Bayerische Staatsministerium der Finanzen und für Heimat finanziell gefördert.
Kategorien: Pressemitteilung